WARUM SIND SÜßE SPEISEN WÄHREND DER FASTENZEIT SO BELIEBT?
Foodfacts – Das solltest du wissen
Während der Fastenzeit – besonders im Ramadan – spielen süße Speisen in vielen muslimischen Kulturen eine wichtige Rolle. Aber warum genau gehören Baklava, Qatayef & Co. so selbstverständlich zum Fastenbrechen (Iftar)? Wir erklären dir die Hintergründe, die kulturellen Traditionen und welche Süßspeisen besonders beliebt sind.
TRADITION & KULTUR
In zahlreichen muslimischen Regionen sind Desserts ein fester Bestandteil des Fastenbrechens. Nach einem langen Tag ohne Essen und Trinken beginnt das Iftar traditionell mit Datteln und Wasser, gefolgt von einer herzhaften Mahlzeit. Anschließend wird oft ein süßes Dessert serviert – nicht nur als Genussmoment, sondern auch als Teil der Kultur und Gastfreundschaft.
Ob in der Türkei, im Nahen Osten, Nordafrika oder Südasien: Süßspeisen gehören zu geselligen Abenden während der Fastenzeit einfach dazu.
ENERGIEQUELLE NACH DEM FASTEN
Süße Speisen liefern nach dem Fasten schnell verfügbare Kohlenhydrate, die den Energiespeicher rasch wieder auffüllen.
Besonders beliebt sind Desserts, die mit Honig oder Zuckersirup getränkt sind – wie Baklava oder Tulumba.
Sie geben dem Körper nicht nur Energie, sondern sorgen auch für ein wohliges Sättigungsgefühl und einen krönenden Abschluss des Iftar.
BELIEBTE SÜßSPEISEN WÄHREND DER FASTENZEIT
Kemalpaşa (Türkei) – kleine, runde Teigbällchen, in Zuckersirup getränkt
Qatayef (Naher Osten) – weiche Pfannkuchen, gefüllt mit Nüssen oder Käse
Atayef (Nordafrika) – ähnlich wie Qatayef, oft frittiert für extra Knusprigkeit
Baklava (Balkan, Türkei, Naher Osten) – feines Schichtgebäck mit Nüssen, Honig oder Sirup
Sheer Khurma (Südasien) – cremiges Milchdessert mit Datteln, Fadennudeln und Nüssen
WARUM NICHT DIREKT NACH DEM FASTENBRECHEN?
Obwohl Süßspeisen beliebt sind, essen viele sie nicht sofort nach dem ersten Bissen. Der Grund: Zucker lässt den Blutzuckerspiegel sehr schnell ansteigen, was zu Müdigkeit oder Unwohlsein führen kann.
Deshalb wird das Dessert oft erst nach der Hauptmahlzeit oder später am Abend serviert, häufig in Kombination mit Tee oder Kaffee, wenn Familie und Freunde noch lange zusammensitzen.
💡Foodfact: Süßspeisen während der Fastenzeit sind mehr als nur ein Genussmoment. Sie verbinden Menschen, geben Energie und bewahren kulinarische Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.


Kommentare (0)
Es gibt noch keine Kommentare. Sei der Erste, der einen Beitrag schreibt!